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Yoga Morgenroutine einer Yogalehrerin

...warum meine Yoga Morgenroutine heute ganz anders aussieht, als früher

Viele Menschen fragen mich, wie meine eigene Morgenroutine aussieht und die Meisten glauben wahrscheinlich, dass ich jeden Morgen zwei Stunden früher aufstehe, erstmal meditiere, Journaling mache, grüne Säfte trinke und anschließend perfekt gestylt in den Sonnenaufgang yogiere. Ehrlich gesagt sah mein Bild von der „perfekten Morgenroutine“ einer Yogalehrerin früher auch ein bisschen so aus. Mit meinem Wissen und meiner Erfahrung heute, sehe ich das mittlerweile anders.

 

Anpassung an den Alltag

Gerade seit ich Mama bin und mein Alltag oft laut, voll und schnell geworden ist, habe ich irgendwann gemerkt, dass sich meine Morgenroutine enspannt anfühlen darf. Nicht noch etwas, das „perfekt“ sein und gut aussehen muss. Nicht noch etwas, woran ich meinen eigenen Wert messe und ob ich gut genug bin.

 

Als vielbeschäftigte 2-fach Mama und Selbstständige ist meine Morgenroutine viel weniger Selbstoptimierung und viel mehr ein bewusstes Nachinnenschauen und Verbindung-herstellen zu mir selbst geworden.

Ich merke unglaublich schnell - körperlich und mental - wenn ich morgens direkt in meinen Funktionsmodus verfalle. Wenn ich direkt ins Handy schaue, sofort anfange zu organisieren, den Tag zu planen oder emotional schon bei allen anderen Menschen bin, außer bei mir selbst.

 

Genau deshalb ist Yoga am Morgen für mich inzwischen nicht mehr einfach nur Bewegung oder gar Workout. Es ist eher wie ein achtsames Wachwerden. Ein kleines Innehalten auf körperlicher und geistiger Ebene, um dem Tag eine Richtung zu geben. Die Möglichkeit ihn weniger stressig und schnelllebig zu erleben. Und nein, meine Morgenroutine sieht definitiv nicht jeden Tag gleich aus.

 

Intuition vor Plan

Es gibt Morgende, da habe ich richtig Lust auf intensive Bewegung. Da rolle ich meine Matte aus, öffne alle Fenster, lasse Licht und Luft rein und mache einen längeren Flow oder sogar ein Workout. Und dann gibt es Tage, an denen mein Körper ganz klar sagt, dass er etwas völlig anderes braucht. Langsamkeit. wenig Licht, sanfte Mobilisation. bewusste Atmung. Ruhe.

Früher hätte ich sehr wahrscheinlich trotzdem versucht mien Programm „durchzuziehen“, mich gleich am Morgen einfach durchzukämpfen. Heute höre ich viel mehr darauf, was mein Körper eigentlich braucht. Und das ist natürlich gerade bei uns Frauen auch sehr stark von unseren Zyklusphasen abhängig. Aber auch von der Schlafqualität, vorangegangenes Tagespensum, allgemeine Regulationsfähigkeit, usw.

 

Oft beginne ich morgens erstmal einfach damit, mich zu strecken, mich ganz intuitiv zu bewegen und meinen Körper überhaupt wahrzunehmen. Gerade wenn man viel arbeitet, Kinder hat oder dauerhaft verkopft ist, verliert man irgendwann schnell die Verbindung dafür, wie sich der eigene Körper eigentlich anfühlt und was er braucht.

Deshalb liebe ich morgens ganz simple Bewegungen, manchmal sogar ganz ohne bestimmte Asanas.

 

Wie ich meine Morgenroutine angehe

Für eine sanfte Morgenroutine eignen sich besonders sanfte Drehungen, Cat-Cows, Schulterkreisen, Hüftmobilisation oder ruhige Vorbeugen.

Was ich über die Jahre eigener Praxis und vielen hundert Unterrichtsstunden gelernt habe: Eine gute Morgenroutine unterstützt Dich bei sanften Aufwachen, ohne dir zusätzlichen Druck zu machen. Dabei geht es nicht um Disziplin, denn die kommt von alleine, wenn Du spürst, wieviel Wert diese Zeit am Morgen hat. Und manchmal bedeutet das eben nicht, eine Stunde Yoga jeden Morgen zu machen. Auch 10 Minuten können schon unglaublich hilfreich sein, um mit einem bewussten Start in den Tag zu finden. 

 

Manchmal bedeutet es einfach nur

  • die erste Stunde nach dem aufstehen nicht sofort ins Handy zu schauen
  • ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen
  • die Schultern intuitiv zu lockern
  • den Körper locker zu bewegen

und sich selbst morgens für ein paar Minuten ganz bewusst selbst wertzuschätzen. Und genau so handhabe ich selbst als Yogalehrerin das heute in meiner Morgenroutine. 

 Nicht instagramable und trotzdem nice

Nichts davon muss total toll aussehen. Und genau das finde ich mittlerweile so wichtig. Ich glaube nämlich, dass viele Menschen denken, Yoga müsse immer als Sporteinheit gesehen werden. Besonders flexibel und ästhetisch. Aber gerade morgens braucht unser Nervensystem oft etwas ganz anderes und das ist meist vor allem Sicherheit

 

Und genau deshalb spielt unsere Atmung in der Morgenroutine eine riesige Rolle. Viele unterschätzen völlig, wie angespannt der eigene Körper schon direkt nach dem Aufstehen ist. Wie flach viele Menschen atmen. Wie schnell der Kopf wieder anfängt zu rattern.

Manchmal sitze ich morgens einfach nur ein paar Minuten auf meiner Matte, atme bewusst lang aus und merke dabei erst, wie viel Spannung schon am Morgen da sein kann.

 

Diese kleinen Momente verändern oft viel mehr als wir glauben.

Und nun roll deine eigene Matte aus steige gleich mit ein

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