Vielleicht hast du den Begriff „somatisch“ in letzter Zeit immer öfter gehört.
Somatische Übungen. Somatische Therapie. Somatisches
Yoga. Somatische Nervensystemregulation.
Viele Menschen wissen erstmal gar nicht so genau, was das eigentlich bedeutet. In diesem Artikel erfährst, was dahinter steckt.
Die Definition von somatisch
Das Wort "somatisch" beschreibt es im Grunde etwas sehr Natürliches. Es kommt vom altgriechischen Wort Soma und das bedeutet einfach: Körper.
Ja es ist wirklich so simpel! Wenn also etwas „somatisch“ ist, bedeutet das: Der Körper wird bewusst mit einbezogen und die Betonung liegt auf b e w u s s t. Nicht nur der Kopf hakt Bewegungen ab, nur logisches Denken, Analysieren oder Verstehen.
Sondern vielmehr das eigene Fühlen, Wahrnehmen und Spüren.
Wir leben heute unglaublich stark „im Kopf“, weil wir verlernt haben auf unsere Intuition zu hören und uns selbst wahrzunehmen.
Wir denken permanent, analysieren alles und glauben, wir müssen immer funktionieren.
Dadurch verlieren wir die Anbindung zu unserem eigenen Körpergefühl. Genau da setzt die somatische Arbeit an.
Was sind somatische Übungen?
Somatische Übungen sind oft langsame, bewusste Bewegungen, die dir helfen sollen:
- deinen Körper wieder wahrzunehmen
- Spannungen zu lösen
- dein Nervensystem zu regulieren
- innere Sicherheit aufzubauen
- aus Dauerstress herauszukommen
Grundsätzlich ist aber fast jede Übung, auch die Intensiveren, somatisch ausführbar. Anders als bei klassischem Fitness Training geht es dabei meist
nicht um die körperliche Leistung an sich, sondern eher darum, zu fühlen, wie sich der Körper anfühlt. Oder was man
grundsätzlich fühlt. Da können auch starke Gefühle aufkommen, was emotional überwältigend sein kann.
Denn viele Menschen bemerken erst in der somatischen Bewegung, wie angespannt oder überfordert sie tatsächlich sind.
Was ist somatisches Yoga?
Somatisches Yoga verbindet klassische Yogaelemente mit Nervensystemarbeit und Körperwahrnehmung. Es geht also nicht um fancy Posen und noch mehr Leistungsdruck, sondern um bewusste Bewegung und Atmung, langsames, teils subtiles Spüren, Selbstregulation und innere Verbindung zu sich selbst und dem eigenen Körper.
Im somatischen Yoga geht es nicht primär darum, besonders flexibel auszusehen oder zu werden. Es geht darum, den eigenen Körper wieder als sicheren Ort und als Zuhause wahrzunehmen.
Gerade Menschen mit Stress, innerer Unruhe, Erschöpfung, Reizüberflutung, Verspannungen, chronischer Anspannung, emotionalem Druck bis hin zu Burnout und Depressionen profitieren oft unglaublich davon.
Warum wirkt somatisches Yoga so beruhigend auf das Nervensystem?
Unser Nervensystem reagiert nicht nur auf Gedanken, sondern vor allem auf körperliche Signale. Wenn unser Körper dauerhaft unter Anspannung ist, ständiges angespanntes Sitzen, kein bewusster Atem und kein wirklicher Ruhemodus sorgen oft dafür, dass das Nervensystem dauerhaft im Alarmmodus bleibt.
Im somatischen Yoga arbeite ich deshalb viel mit:
- langsamen, bewussten Bewegungen
- bewusster Atmung und Atemtechniken
- sanften oder auch individuellen Übergängen (Jeder wählt für sich selbst=
- Sicherheitsgefühl im eigenen Körper
- subtiler Körperwahrnehmung
- Regulation statt Überforderung
Die meisten Teilnehmer:innen sind sich einig: Diese Art von Yoga sorgt auf ganzer Ebene für mehr innere Ruhe und Verbindung zu sich selbst.
Ist somatisches Yoga einfach nur langsames Yoga?
Somatisches Yoga ist nicht einfach nur langsam. Natürlich können somatische Yogaeinheiten ruhig und langsam sein, gleichzeitig kann aber auch eine Vinyasa oder Power
Yoga Einheit, oder Teile davon, somatisch praktiziert werden.
Der tatsächliche Unterschied liegt eher in der Intention, die Du für deine Praxis setzt. Es geht nicht
darum, einfach nur „weniger anstrengend“ Yoga zu praktizieren, sondern vielmehr, den Körper bewusst wahrzunehmen, Signale
ernst zu nehmen und eigenverantwortliche Anpassungen vorzunehmen, Spannung und Sicherheit zu erkennen, Bewegungen wirklich
zu fühlen und sich so immer besser kennenzulernen.
Manchmal kann sogar eine kleine, langsame Bewegung deutlich mehr bewirken als eine intensive Yogastunde.
Für wen ist somatisches Yoga geeignet?
Somatisches Yoga ist für jeden modernen Menschen geeignet. Besonders für Menschen, die:
- ständig unter Strom stehen
- schlecht abschalten können
- viel Verantwortung tragen
- sich vom eigenen Körper getrennt fühlen
- unter Stresssymptomen leiden
- wieder mehr Verbindung zu sich selbst suchen
Und nein: Du musst für die somatische Praxis, weder spirituell sein noch besonders beweglich. Somatisches Yoga passiert in deinem eigenen Tempo und in deinem eigenen Umfang und dafür kannst Du einfach starten.
Mein persönlicher Blick auf die somatische Arbeit
Ich glaube, genau deshalb fühlen sich heute so viele Menschen von somatischem Yoga angezogen. Keiner will noch mehr To-Dos und Pflichten auf dem Zettel haben und stattdessen sich einfach mehr fallen lassen und so richtig da sein.
Wir brauchen schon lange nicht noch mehr Leistung und stattdessen einen geschützten Raum, wo alles erlaubt ist. Jede Emotion, jede Empfindung, jede Stärke, jede
Schwäche.
Für mich bedeutet Yoga schon lange nicht mehr Krähe, Kopfstand, Spagat und Ähnliches, sondern in erster Linie mich selbst spüren und meine
Intuition wahrnehmen können.
Und ehrlich gesagt glaube ich, dass genau da unglaublich viel Heilungspotenzial liegt - körperlich und geistig. //mw
Möchtest Du einen Einblick ins somatische Yoga bekommen?
Dann lade ich Dich ein für 14 Tage meinen Onlineraum zu testen und ich dich davon zu überzeugen, wie heilsam, diese Form des Yogas sein kann.
Hier geht's direkt zu deinem kostenlosen Zugang: 14 Tage Onlineraum testen
